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Folgen der Tramnetzstudie für die Traminitiative (März 2012)

Die Ergebnisse der Tramnetzstudie sind für das Komitee sehr zwiespältig. Einerseits führt die Gesamtplanung des Tramnetzes in die richtige Richtung. Die Neubaustrecken werden zu einem Gesamtbild gefügt und lassen sich durch Rahmenkredite längerfristig absichern. Anderseits haben die Planungsbüros offenbar die Bedeutung der Verbindung über die Johanniterbrücke und das Heuwaageviadukt nicht verstanden, oder es fehlten ihnen die nötige Information und das Bewusstsein über die Bedeutung einer Volksinitiative.

Nur die Planungsgruppe von BVB und BLT hat die Verbindung über das Heuwaageviadukt und die Johanniterbrücke in den Netzplan aufgenommen. Und: Obwohl die aktuellen Leistungsträger BVB und BLT grosse Erfahrung mit ihren Netzen einbringen - und auch mit den Frequenzen der überforderten (Bus-) Linie 30 im Hintergrund - entfernt das Beurteilungsgremium die Tramverbindung via Heuwaageviadukt und Johanniterbrücke rasch wieder aus der Synthese der Projekte. Den Ausschlag gab vermutlich die Fixierung auf den Gedanken, die vorgeschlagene Tramverbindung könnte das künftige «Herzstück» der Regio-S-Bahn gefährden. Es bräuchte wenig Argumentation, um diese Angst zu zerstreuen.

Das Komitee stellt fest, dass es als Basis der Synthese das Projekt von BLT und BVB bevorzugt. Es will sich in die politische Behandlung der Vorlage einbringen, die als nächsten Schritt die Diskussion in der grossrätlichen Umwelt-, Verkehrs- und Energiekommission UVEK vorsieht

(Nachtrag: Die UVEK hat am 15. August 2012 einen eigenen Gegenvorschlag zur Traminitiative vorgelegt.)

«Tramnetz 2020 - Mehr Tram für die Region Basel» (März 2012)

Das Bau- und Verkehrsdepartement des Kantons Basel-Stadt und die Bau- und Umweltdirektion des Kantons Basel-Landschaft haben 2011 eine Studie zur strategischen Planung des Tramnetzes Region Basel 2020 in Auftrag gegeben. Vier Planungsteams und ein gemeinsames Team von BLT und BVB präsentierten ihre Konzepte für den künftigen Ausbau des Tramnetzes. Da keiner der fünf Vorschläge ohne Anpassungen umgesetzt werden könnte, entschied das Beurteilungsgremium, dass - basierend auf dem favorisierten Netzdesign von IBV - eine Synthese der Vorschläge erarbeitet werden sollte. Viele Ideen des Teams von BLT und BVB flossen in diese Synthese ein, doch wurde die ausdrücklich befürwortete Tramlinie über die Johanniterbrücke und das Heuwaageviadukt weggelassen.

Im März 2012 präsentierte das BVD die Resultate der Tramnetz-Studie anlässlich einer Ausstellung in den Räumen des BVD am Münsterplatz 11.

 

Ergebnisse «Studienauftrag Strategische Planung Tramnetz Region Basel 2020»  »

Kurz-Präsentation «Tramnetz 2020 - mehr Tram für die Region Basel» »

 

Traminitiative leidet unter behördlichen Verzögerungen    (1. Nov. 2011)

Die Behandlung unserer Traminitiative soll zurückgestellt werden, bis – voraussichtlich im Juni 2012 – eine «Tramnetzdesignstudie» des Bau- und Verkehrsdepartementes ausgewertet sein wird. Zähneknirschend genehmigen die Initiant/innen die behördlichen Verzögerungen um ein Dreivierteljahr, verlangen nun aber aktives Handeln und Planen, damit Basel im Regionenvergleich nicht noch weiter ins Hintertreffen gerät.

Bis heute sind die Basler Behörden nur schleppend auf die Anliegen der Traminitiative eingegangen. Dies setzt sich nun fort: die Behörden wollen mit der Behandlung der Traminitiative so lange zuwarten, bis sie im Juni 2012 ihre eigene «Tramnetzdesignstudie» ausgewertet haben. Die längst fällige Behandlung der Traminitiative «stört» offensichtlich bei dieser Auswertung.

Unser breit abgestütztes Komitee (aus CVP, FDP, EVP bis BastA!, SP und Parteilose) befürchtet, dass der Studie blosse Alibifunktion zukommt, und dass sie der blossen Rechtfertigung des Status Quo dienen wird.

Die Initiant/innen erwarten, dass die Basler Behörden im Juni 2012 solide Tram-Ausbauideen mit Modellcharakter präsentieren. Zudem wollen sie die dreivierteljährigen Auswertungs- und Planungsarbeiten aktiv begleiten. Schliesslich soll der aus der Traminitiative und der Netzstudie resultierende Tramnetz-Ausbau inklusive Finanzierungsmodell durch ein OeV-Netzgesetz abgesichert und so dem Parlament und dem Volk präsentiert werden.

Medienmitteilung des Initiativkomitees vom 1. November 2011 »