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Traminitiative - eine «Never Ending Story» ?

Auf dieser Seite finden Sie die «Etappen» in der Behandlung der Traminitiative. Da keine Mittel unversucht blieben, das Kernstück der Initiative - die Tramverbindung über das Heuwaageviadukt und die Johanniterbrücke - zu bodigen, ist seit der Einreichung am 23. September 2009 schon viel Zeit verstrichen.

Die Fahrgäste der täglich überlasteten Buslinie 30 warten weiterhin auf eine Verbesserung, sprich: auf eine Tramlinie. Zu gewissen Zeiten reicht nicht einmal eine Verdoppelung der Busfahrten auf der Linie 30 aus, um die Passagiere zu den gewohnten Bedingungen zu befördern. Während hier eine periphere Tramlinie fehlt, fahren gleichzeitig zu viele Tramlinien durch die Innerstadt. Doch viele Fahrgäste haben gar keine andere Wahl, als sich durch dieses Nadelöhr schleusen zu lassen. Nur zu gerne würden sie eine Ringlinie nutzen und damit direkter und schneller an ihrem Ziel oder am Umsteigepunkt ankommen.

Die Traminitiative fordert die Regierung auf, die seit 1966 unterbrochene Tramverbindung über die Johanniterbrücke wiederherzustellen und Basel-Nord ohne Umweg durch die Innerstadt mit dem Grossbasel und dem Bahnhof SBB zu verbinden. Auch die BVB betrachten diese Verbindung angesichts der Passagierzahlen auf der Buslinie 30 durchaus als «tramwürdig». Mit der Verbindung über die Johanniterbrücke erhielten BVB und BLT zudem die Möglichkeit, bei Sperrungen der Innerstadt durch Grossanlässe (Fasnacht, Meisterfeier) oder Unfälle den Tramverkehr umzuleiten.

Die Tramverbindung über die Johanniterbrücke verbindet nicht primär die beiden Bahnhöfe, denn dies ist die Aufgabe der Regio-S-Bahn. Sie sorgt hingegen für eine effiziente Feinverteilung, ausgehend von den beiden Bahnhöfen und den dazwischen liegenden Knotenpunkten zur Universität, zu den Spitälern und auch ins untere Kleinbasel.

Unser breit abgestütztes Komitee (von CVP, FDP, EVP, BastA!, SP und auch Parteilosen) begrüsst die Vorschläge des Bau- und Verkehrsdepartements Basel-Stadt (BVD), den Ausbau des Tramnetzes generell voranzutreiben. Aus einer unnötigen Furcht, das Projekt «Herzstück» der Regio-S-Bahn zu gefährden, sträubt sich das BVD allerdings noch immer gegen die dringend nötige Tramverbindung über die Johanniterbrücke.

Unser Komitee verliert den Auftrag der Initiative und ihrer mehr als 3'100 Unterzeichnenden nicht aus den Augen, die Tramverbindung über die Johanniterbrücke als notwendige Ergänzung des Netzes zu verwirklichen.

ÖV in unserer Region ist nicht zu stark subventioniert!
ÖV ist nicht zu stark subventioniert Rund 500 Abonnentinnen und Abonnenten beantworten die Umfrage der Basler Zeitung vom 13. Oktober 2010 eindeutig:
Die Förderung des ÖV über das regionale U-Abo ist in hohem Masse anerkannt und erwünscht. Wir danken für diese klare Äusserung und verstehen sie als Auftrag, den ÖV in der Region und das Tramnetz als wichtigsten und umweltfreundlichen Träger des öffentlichen Nahverkehrs weiter auszubauen. An der langfristigen Förderung des Öffentlichen Verkehrs darf nicht gerüttelt werden!
Grafik: BaZ, 14. Oktober 2010